Mit dem Auto durch die Türkei



Die Türkei mit über 70 Millionen Einwohnern ist bei weitem kein kleines Land. Die Landfläche beträgt immerhin 770.000 km². Für einen Flachlandtiroler kann eine Fahrt durch die Türkei schon sehr stressig und aufregend werden. Es ist nicht nur das Fahrverhalten und die teilweise ungewohnten Straßenverhältnisse, es sind die Berge. Immerhin ist der höchste Berg, der Ararat 5137m hoch. Wer mit dem eigenen Auto in die Türkei einreist und sich in der Regel Richtung Antalya bewegt, zumindest als Tourist, erlebt eine nicht gerade berauschende Fahrt. Es geht über die Berge mit einer teilweise sehr schönen Aussicht, vorbei an Dörfern und Provinzstädte, einem großen See, auf dem sich nichts abspielt, bis hin nach Antalya. Die Fahrt von der türkisch- bulgarischen Grenze in Erdine ist ungefähr 1250 km lang. Die Berge im Schnitt bis zu 2000 m hoch und die Straßen befinden sich teilweise noch in der Ausbauphase. Interessant wird es erst so richtig ab Antalya. Die Fahrt an der türkischen Riviera entlang bis Alanya ist recht uninteressant, da man sich auf einer besseren Schnellstraße befindet und kaum an der Küste entlang fährt. Alanya selbst ist sehenswert und besitzt einen der schönsten Strände.

Lohnt sich als Tourist eine Tour mit dem Auto?

Es kommt natürlich darauf an, wo die Fahrt hingehen soll und was man sehen möchte. Wer sich 14 Tage in Alanya oder Antalya aufhält und Land und Leute kennen lernen möchte, wird zum Beispiel eine Tour mit dem Auto an der Ägäis entlang bis Bodrum nie mehr vergessen. Allerdings ist die Zeit recht knapp, um alles zu ergründen. Die Türkei hat geschichtlich so viel zu bieten, dass ein Jahr nicht ausreicht, um alles zu sehen. Um einmal die geographischen Unterschiede inklusive der Bevölkerung zu ergründen, ist jeder Tag ein gelungener Tag.

Eine Fahrt von Antalya bis Bodrum:

Gleich hinter Antalya erstrecken sich die hohen Berge durch das ganze Land. Vorbei durch einen riesigen Pinienwald geht die Fahrt gen Kemer. Ein Badeort ohne Bedeutung. Weiter geht die Fahrt in Richtung Kas. Ein sehr schönes Künstlerdorf mit einem natur belassenen Hafen und vielen kleinen netten Restaurants in den Gassen. Leider verfügt Kas nicht über einen Strand. Ab Kas führt die Strecke an der Küste entlang, natürlich in Schlangenlinien, bis fast nach Fethiye. Ein Ort mit vielen Inselgruppen, Halbinsel und einem riesigen Hafen. Perfekt zum relaxen an einem einsamen Strand. Die Altstadt bietet alles, inklusive aller Banken mit einem Geldautomaten zum abheben mit der Kreditkarte. Von Fethiye geht die Fahrt entlang der Küste Richtung Marmaris. Ungefähr nach halber Strecke führt der Weg durch die Berge mit einer atemberaubenden Kulisse von oben. Marmaris ist der absolute Knaller, wenn da nicht noch Bodrum wäre. Ein riesiger unübersichtlicher Yachthafen in dem Schiffe liegen, keine Boote und entlang der Hafenmeile auf ca. 2 km ein schönes Restaurant neben dem anderen mit einer kaum überschaubaren Fischauswahl. Von dort ist es noch 160 km bis Bodrum. 100 km durch die Berge und 60 km am Wasser entlang. Bodrum ist der Höhepunkt überhaupt, dagegen macht sich Ibiza wie Wanne Eikel. Es ist vielleicht nicht jedermanns Sache, aber man muss die Fahrt entlang der Ägäis mit seinen schönen Orten und netten Menschen zumindest einmal erlebt haben. Die Länge der Tour beträgt ungefähr 1500 km. Die Höchstgeschwindigkeit an der Küste ungefähr 60 km/h, in den Bergen 80 km/h. Zahlen oder Geld abheben ist in jedem Ort mit jeder Kreditkarte möglich.





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