Der Wenzelsplatz und andere Sights in Prags Neustadt
Nicht nur in der Altstadt von Prag gibt es Vieles zu sehen, sondern auch die angrenzende Neustadt in Prag kann ihren Besuchern jede Menge bieten. Der Begriff: "Neustadt" ist im Falle der Stadt Prag zudem recht irreführend, denn die Neustadt wurde bereits Mitte des 14. Jahrhunderts aufgebaut, nachdem "Karl IV." dieses beschloß, da die Altstadt zu eng wurde und keinen Wachstum mehr zuließ.
Eine der bekanntesten Attraktionen der Prager Neustadt ist der "Wenzelsplatz", an dem schon Prager und Tschechische Geschichte geschrieben wurde. So versammelten sich die Prager in der Vergangenheit schon oft am "Wenzelsplatz", der übrigens eigentlich mehr ein Boulevard, denn ein Platz ist, um zu feiern oder zu protestieren. So war es zum Beispiel im August des Jahres 1968 der Fall, als Truppen des Warschauer Paktes gewaltsam einmarschierten, um die Bemühungen, einen „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“ zu schaffen, gewaltsam niederzuschlagen. ("Prager Frühling")
Heute dient der "Wenzelsplatz", der seinen Namen dem heiligem Wenzel (Tschechischer Schutzpatron) verdankt, als Flanier- und Vergnügungsmeile, an dem es unzählige Geschäfte, Bars, Kneipen und auch einige Bordelle gibt. Neben dem "Wenzelsplatz" sollte man in der Prager Neustadt jedoch u.a. noch Folgendes gesehen haben:
Den Karlsplatz
Der "Karlsplatz" ist ein großer und sehr belebter Platz in der Prager Neustadt, den man am Besten mit der Prager Metro (Linie B) erreicht, in dem man an der gleichnamigen Haltestelle aussteigt. Am Karlsplatz findet man u.a. das "Neustädter Rathaus" , ein schönes im gotischem Stil errichtetes Haus, das einst der Schauplatz des "Prager Fenstersturzes" war. Bei diesem "Prager Fenstersturz" im Jahre 1419, stürmte eine aufgebrachte Menge das Rathaus, um die damaligen Ratsherren schlicht und ergreifend aus dem Fenster zu werfen.
Das Emmaus Kloster
Das "Emmaus Kloster" ist zwar schon ein sehr altes Gebäude, welches bereits im 14. Jahrhundert errichtet wurde, Restaurierungsarbeiten, die erst in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts durchgeführt wurden, machen dieses Kloster allerdings zu einer wahren Sehenswürdigkeit. Hierbei wurden die Kirchtürme durch flügelartige Gebilde aus weißem Beton ersetzt, was dem Kloster eine ganz besondere äußere Erscheinung verleiht.Im Kloster sind vor allem die gotischen Wandfresken, die man dort vorfindet, sehenswert.
Das "tanzende Haus"
"Tanzendes Haus" ist die Bezeichnung eines Gebäudes in der Prager Neustadt, das erst nach dem zweiten Weltkrieg errichtet wurde, um eine Baulücke inmitten älterer Gebäude zu schließen. Für das Bauprojekt wurde eigens ein Architektur Wettbewerb ins Leben gerufen, den die Architekten: "Frank Gehry" und "Vlado Minunic" mit dem Entwurf des "tanzenden Hauses" gewannen. Die äußere Erscheinung des "tanzenden Hauses" gleicht zwei Türmen, die sich ineinander verschlingen, wobei ein Turm fast "verbogen" aussieht. Wer sich in der Prager Neustadt aufhält, sollte sich dieses skurrile Gebäude unbedingt einmal näher betrachten.