Interessante Fakten zu Sprache und Politik in Andalusien



Spanien und somit auch Andalusien ist seit der Zerschlagung des Franco Regimes, ein sehr politischer Staat. Mehr als 1000 politische Gebilde kämpfen um die Gunst der Wähler und sorgen somit für eine äußerst vielseitige und unterschiedliche politische Kultur. Ähnlich wie andere autonome Gebiete in Spanien auch, verfügt Andalusien über Regierungssystem, welches in den wichtigsten Belangen von Andalusien die Entscheidungsgewalt besitzt. Dies ist auch einer der Gründe dafür, dass in den letzten Jahrzehnten eine Reihe von Bauskandalen aufgedeckt wurden – durch hohe Schmiergeldzahlungen an andalusische Beamte, wurden damals zahlreiche Gebäude in Naturparks/gebieten errichtet. Dies hat sich aber seit einigen Jahren geändert, eine strikte Antikorruptionspolitik wird verfolgt und entsprechende Vergehen mit drakonischen Strafen belegt.

Der Sitz des andalusischen Parlament und Regierung ist in Hauptstadt Sevilla, daneben gibt es aber in allen größeren Städten noch Stadtparlamente, die relativ autark in ihren Belangen entscheiden können.

Sprache in Andalusien

Neben der obligatorischen spanischen Sprache, wird in Andalusien auch der andalusische Dialekt gesprochen – der aufgrund seiner Aussprache und seinen Unterschieden zum normalen Spanisch, selbst für Menschen mit Kenntnissen in Spanisch nur sehr schwer zu verstehen ist. So werden im Andalusisch oft Buchstaben am Ende eines Wortes verschluckt und so entstehen sehr oft Satzgebilde, die für viele selbst Spanier nicht mehr verständlich erscheinen. Die Entstehung dieser eigenen Sprache in Andalusien geht ungefähr auf die Zeit nach der Befreiung der Gebiete von den Mauren zurück.

So wurde Andalusisch sowohl von Christen als auch Muslimen verwendet und diente in vielen fällen als einzige Möglichkeit der Verständigung zwischen diesen beiden Volksgruppen. Dabei weißt das Andalusisch aber keine großen Gemeinsamkeiten mit vielen weiteren spanischen Dialekten auf.




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