Allgemeines und spezielles zu den Erhebungen in Andalusien
Auf der Fläche von Andalusien finden sich zahlreiche Gebirge mit entsprechenden Erhebungen, die Höhen von über 3.000 Metern erreichen und somit die höchsten der gesamten Iberischen Halbinsel darstellen. Neben der Möglichkeit in den Wintermonaten in der Sierra Nevada Wintersport zu betreiben, eignen sich die Gebirgszüge zu ausgedehnten Wandertouren. Strecken für Anfänger bis hin zu passionierten und sicheren Wanderern warten darauf entdeckt zu werden. Zwar sind Sierra Morena und Sierra Nevada nicht so dicht mit Hütten durchzogen, wie es in den Alpen der Fall ist, trotzdem besteht mit entsprechender Reservierung auch hier die Möglichkeit, von Hütte zu Hütte zu wandern und die Nächte in den Bergen zu verbringen.
In den letzten Jahren wurden auch eine Reihe von Klettersteigen installiert, sodass auch Wanderer mit Ambitionen im steileren Gelände, entsprechende Touren vorfinden. Für Bergtouren mit Kletterpassagen empfiehlt sich ein ortskundiger Bergführer, die Gebühren sollten einem die eigene Sicherheit wert sein.
Auch sollte man Wert darauf legen, die Landschaften in dem Zustand zurück zulassen wie man sie vorgefunden hat – mitgebrachter Müll gehört zurück in den Rucksack und wird im Tal entsorgt. Das gleiche gilt für das abweichen von der vorgeschriebenen Route, in Andalusien leben noch zahlreiche bedrohte Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum, daher sind Störaktionen auf alle Fälle zu vermeiden.
Sierra Nevada
Die Sierra Nevada gehört zu den höchsten Erhebungen in Andalusien und bietet in den Wintermonaten zahlreiche Möglichkeiten dem Wintersport nachzugehen, in der Regel relativ schneesicher (zur Not wird halt mit künstlicher Beschneiung nachgeholfen) finden sich hier Pisten aller Schwierigkeitsstufen, bis hin zu tollen Talabfahrten mit einer Länge von mehr als 3.000 Metern. Auch in den Sommermonaten ist die Sierra Nevada ein lohnendes Ziel für einen Ausflug, oder um direkt seinen Wanderurlaub dort zu verbringen. Von einfach Wanderrouten ohne größere Schwierigkeiten, bieten sich für ambitionierte Wanderer / Bergsteiger Klettersteige an, die schon ein großes Maß an Trittsicherheit und eine entsprechende Ausrüstung bedürfen.
Folgende Skigebiete buhlen in den Wintermonaten in der Sierra Nevada, um die Gunst der Kunden:
- Zur Zeit ist nur das Sierra Nevada Ressort als großes eigenes Skigebiet zu erwähnen. Von einer maximalen Höhe von 3.300 Metern führen insgesamt 87 unterschiedliche Pisten von Grün, Blau, Rot und Schwarze zum Ausgangspunkt auf 2.100 Metern. Erwähnenswert ist de fast 6 Kilometer lange Piste, El Aguila die auch erfahrenen Wintersportlern einiges abverlangt. Sollte es mit dem Schneefall einmal nicht so richtig klappen, die Temperaturen aber niedrig genug sein, können über 400 Schneekanonen das gesamte Skigebiet in eine weiße Farbenpracht versetzen.
Die Sierra Nevada oder übersetzt verschneites Gebirge, ist auch regelmäßig Austragungsort wichtiger sportlicher Ereignisse, wie der Skiweltmeisterschaft oder der Mountainbike Weltmeisterschaft. Wichtige Orte in de Gebirge sind der Skiort Sol y Nieve, Trevelez und Laujar de Andarax.
Sierra Morena
Die Sierra Morena ist ein andalusisches Mittelgebirge mit Höhen von bis zu 1.000 Metern und bietet Urlaubern eine Reihe von interessanten Möglichkeiten Wanderungen oder Touren mit dem Fahrrad durchzuführen. So ziehen sich die Erhebungen über eine Länge von mehreren hundert Kilometern und sind zu großen Teilen sich selbst überlassen, da die Gebiete der Sierra Morena nur sehr spärlich besiedelt sind. Neben der autonomen Gemeinschaft von Andalusien erstreckt sich sie Sierra Morena auch noch über die Gemeinschaften von Extremadura und Kastilien.
Die Berge der Sierra Morena sind in der Regel abgerundete Erhebungen, die zu großen Teilen auch für nicht so geübte Wanderer erklommen werden können. Neben diesem touristischen Aspekt finden sich in der Sierra Morena auch noch eine Reihe von Bergwerken, in denen Bodenschätze gewonnen werden und dafür sorgen, dass die Arbeitslosigkeit in dem Gebiet sehr gering ist.
An einigen Stellen haben sich Flüsse schroff in das Gestein eingefressen und bieten einen äußerst interessanten und sehenswerten Anblick. Im gesamten Gebiet finden sich römische Ausgrabungsstätten und verfallene historische Bauten, die allen Geschichtsbegeisterten ein Lächeln ins Gesicht zaubern werden. Für große Erkundungstouren eigenen sich in erster Linie der Frühling und der Herbst, da es in diesen Zeiträumen nicht so heiß wie in den Sommermonaten wird und man somit auch die Mittagszeit für Ausflüge nutzen kann.
Immer einen Besuch wert ist die Gegend um den Pass Despenaperros, der durch eine malerische Berglandschaft führt und Tierfreunden herrliche Momente mit Hirschen, Wildschweinen, Luchsen und Wölfen bietet. Auch für kurze Ausflüge, um mal ein wenig Abwechslung in seinen Strandurlaub zu verbringen, lohnt sich ein Abstecher in die Sierra Morena.
Betische Kordillere
Die Betische Kordillere ist der dominierende Gebirgszug in Andalusien, über mehre hundert Kilometer erstreckt er sich und beseht unter anderem aus der Sierra Nevada, die für ihre Wintersportmöglichkeiten bekannt ist. Forscher nutzen viele Stellen der Betischen Kordillere zu Forschungszwecken, da das Gebirge sehr reich an Kalksteinen und Fossilien ist, die den Forschern einen guten Aufschluss über die Zeit in der weit entfernt liegenden Vergangenheit geben können. Mit ihren schroffen Felsformationen und teilweise unberührten Gebieten, finden sich in den letzten Jahren immer mehr Wanderfreunde, die sich die tollen facettenreichen Gebiete der Betischen Kordillere anschauen.
Alcazaba
Alcazaba übersetzt bedeutet soviel wie Burg und kommt auch sehr nah, da der Berg Alcazana mit seiner Höhe von 3.392 Metern recht massiv und beeindruckend daherkommt. Für eine Besteigung des Alcazabas sollte man sich schon ein paar Tage Zeit nehmen, vor allem wenn man vorher noch nicht in der Sierra Nevada unterwegs war. Rund um den Alcazaba befinden sich eine Reihe von kleineren und leicht erreichbaren Gipfeln, die als gute Akklimatisierung dienen und einen auf die Tour vorbereiten. Je nach Wetterlage sollten auf alle Fälle Steigeisen im Reisegepäck vorhanden sein, da es auch in den Sommermonaten zu Schnee und Eis auf dem Gipfel kommen kann.
Ungeübte Alpinisten sollten von einem ortskundigen Bergführer Gebrauch machen, so ist man auf der sicheren Seite und kann das Erlebnis Hochtourwandern in allen Zügen genießen.
Mulhacen
Der Mulhacen ist mit einer Höhe von fast 3.500 Metern der höchste Berg auf der Iberischen Halbinsel. In der andalusischen Sierra Nevada gelegen, ist der Berg nach dem letzten maurischen Emire von Granada benannt. Der Mulhacen ist ein beliebtes Ziel für Wanderungen und lässt sich sowohl im Sommer als auch im Winter besteigen. Durch diverse Routen finden sowohl Anfänger als auch fortgeschrittene Wanderer entsprechende Herausforderungen, um einen Gipfelerfolg zu erzielen.
Als Ausgangspunkt eignet sich hervorragend das höchstgelegene spanische Dorf Trevelez, dort kann man sich mit dem nötigen Proviant eindecken, um auch mehrtägige Touren in der Sierra Nevada zu unternehmen. Neben einigen Hotels und Pensionen, kann man dort auch ganz nach der Tradition einer Expedition im Zelt übernachten und sich auch selber um die zubereitet der Mahlzeiten kümmern. Auf dem Weg zum Gipfel des Mulhacen finden sich auf einer Höhe von etwa 3.000 Metern eine Biwakschachtel, die für etwa 12 Personen ausgelegt ist und einen kostenlosen Schlafplatz bietet. Vor allem im Sommer, kann es aber passieren das die Biwakschachtel schon am Nachmittag belegt ist und man im Freien übernachten muss, daher sollte eine entsprechende Ausrüstung mitgeführt werden – da auch in den Sommermonaten die Nächte empfindlich kalt werden können. Am nächsten Morgen sollte man früh aufbrechen, um mit den ersten Sonnenstrahlen den Gipfel des Mulhacen in einer Höhe von 3483 Metern zu erreichen und den tollen Weitblick genießen zu können.
Nach dem Gipfelerfolg auf dem Mulhacen stehen einem in Andalusien noch weitere 13 Gipfel zur Verfügung, die man sicherlich gerne in sein Tourenbuch eintragen möchte. Von einfache Besteigungen bis hin zu anspruchsvollen Stielwänden höchster Schwierigkeit, kommt hier sicher jeder Alpinist auf seine Kosten.
Pico del Veleta
Mit der beeindruckenden Höhe von 3.396 Metern ist der Pico del Veleta der zweit höchste Berg in Andalusien und gleichzeitig der dritt höchste Berg der Iberischen Halbinsel. Bekannt bei Auto, Motor und Radfahrern als der höchste Pass in Europa, bietet er so manche spektakuläre Auf- und Abfahrt. In den Wintermonaten sind die Skilifte auf dem Pico del Veleta ein beliebtes Ziel von Wintersportlern, die in diesem schneesicheren Skigebiet ihrer bevorzugten Sportart nachgehen können.
Vom Gipfel des Pico del Veleta hat man eine hervorragende Fernsicht auf eine Reihe von Punkten, so gilt die Sicht auf Granada als wunderschön, sofern das Wetter einigermaßen mitspielt. Bekannt ist die Passstrecke für seine Nutzung vieler Automobilhersteller, die dort ihre neuen Modelle in speziellen Tarnkarosserien (Erlkönige) testen.