Das Salzkammergut entdecken



Der Begriff Salzkammergut wird heute für eine große Region verwendet, welche Teile der österreichischen Bundesländer Oberösterreich, Steiermark und Salzburg umfasst. Vor dem zwanzigsten Jahrhundert wurden zum Salzkammergut überwiegend die Gebiete um die Städte Bad Ischl, Hallstatt, Gmunden und Ebensee gerechnet. Kennzeichnend für das Salzkammergut ist, dass die Region mehr Gäste während der Sommerfrische als in der Wintersportsaison anzieht. Zur Beliebtheit der Region als Ziel für einen Sommerurlaub tragen neben schönen Wanderwegen in leicht begehbaren Bergen zahlreiche Seen bei. Die meisten Seen des Salzkammerguts sind Gletscherrandseen.

Der Name Salzkammergut geht auf die in der Region vorhandenen Salzvorkommen zurück, den mittelhochdeutschen Namen des Salzes trägt die Gemeinde Hallstatt. Zu ihren Sehenswürdigkeiten zählt die katholische Pfarrkirche Maria Himmelfahrt in spätromanischer Bauweise aus dem Jahr 1505. Besonders schön ist der in ihr ausgestellte Marienaltar. Die reichhaltigen Verzierungen des Hallstätter Marienaltars zeigen Szenen aus dem Leben Marias sowie einige Szenen aus dem Leben Jesu. Im Museum der Stadt werden zahlreiche Exponate aus der Hallstattzeit gezeigt, bei welcher es sich um einen Abschnitt der Eisenzeit handelt. Gekennzeichnet ist sie durch das Aufkommen einer starken sozialen Differenzierung. Des Weiteren kann ein alter Salzstollen besichtigt werden. Der Hallstätter See bietet während des Sommers eine schöne Möglichkeit zum Baden. Besonders reizvoll ist das Fahren mit einem für das Salzkammergut typischen Booten, welche als Plätten bezeichnet werden. Die Bahnstation der Gemeinde Hallstatt befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite der Ortschaft, so dass der Gast den letzten Teil der Strecke mit der Fähre zurücklegt. Als bekanntester See im Salzkammergut gilt der Wolfgangsee. Auf den 1783 Meter hohen Schafberg führt von St. Wolfgang aus die Schafbergbahn in Form einer Zahnradbahn. Der Gipfel des Schafbergs ermöglicht einen Blick auf gleich dreizehn Seen des Salzkammerguts.

Bad Ischl ist ein anerkanntes Soleheilbad und weist im Stadtbild eine große Zahl an Stadtvillen aus der Gründerzeit auf. Das Marmorschlössl war einst das Teehaus der Kaiserin Sissi, heute wird es als Fotomuseum genutzt. Die einstige Sommerresidenz des Kaisers Franz Josef I. stellt heute ein beliebtes Ausflugsziel dar und wird als Kaiservilla bezeichnet. Das im Stil des Neoklassizismus errichtete Gebäude ist von einem herrlichen Park umgeben. Wellnessurlauber schätzen in Bad Ischl die Salzkammergut Therme, welche sowohl eine ausgiebige Badelandschaft als auch eine interessante Saunawelt bietet. Eine besondere Attraktion stellt der “Lazy River” dar, bei welchem es sich um eine mit Sole versetzte einmalige Outoor-Flusslandschaft handelt.

Die Lehár-Villa zeigt als ehemaliges Anwesen des Komponisten neben Exponaten aus dem Leben des Meisters auch weitere Ausstellungsstücke, welche für die Lebenszeit des Künstlers (1848 bis 1948) typisch waren sowie Möbel aus unterschiedlichen Epochen. Die Möbel gehen auf eine Sammelleidenschaft des Komponisten zurück und stammen teilweise aus dessen Besitz.

Das Salzkammergut bietet auch dem Wintersportler gute Möglichkeiten für Abfahrten und den Ski-Langlauf. Des Weiteren ist das Angebot für Schneeschuhwanderungen im Salzkammergut sehr gut ausgebaut.





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