Amsterdam, Coffee Shop's und die Drogenpolitik
Die niederländische Metropole Amsterdam ist bekannt als eine sehr weltoffene und tolerante Stadt. Vielleicht ist die Toleranz, die in Amsterdam vorherrscht, auch der Grund dafür, daß sich Amsterdam nach dem zweiten Weltkrieg quasi zum europäischem Mekka der Drogenszene entwickelt hat.
So ist es noch nicht sehr lange her, daß man beim Bummel durch einige Gegenden Amsterdams, insbesondere dem Areal rund um die "Oude Kerk", sehr oft von Drogenhändlern angesprochen wurde, die zumeist große Mengen an Drogen aller Art zu einem verhältnismäßig niedrigen Preis anboten.
Dies hat sich inzwischen auch in Amsterdam etwas geändert und die Amsterdamer Polizei greift in der heutigen Zeit etwas rigoroser als früher durch. So werden Junkies, die nicht aus den Niederlanden stammen, zumeist umgehend in ihre Heimatländer zurückgeschickt und für Abhängige aus den Niederlanden gibt es immer mehr Resozialisierungsprogramme.
Weiche Drogen, wie Cannabis, sind in den Coffee Shop's von Amsterdam jedoch immer noch frei erhältlich. Diesbezüglich gibt es in der heutigen Zeit jedoch eine Kuriosität, denn aus Gründen des Nichtraucherschutzes darf auch in den Coffee Shops kein Tabak mehr konsumiert werden, während es erlaubt ist, Cannabis zu rauchen. Dies führt dazu, daß die Droge folglich "pur" geraucht werden muß, was wiederum dazu führt, daß die Konsumenten in den Coffeeshops auch innerhalb kurzer Zeit völlig "stoned" sind. Deshalb ist in den Amsterdamer Coffee Shops auch nicht mehr so viel Betrieb, als es vor Einführung des Nichtraucherschutzgesetzes der Fall war, denn viele Konsumenten suchen die Coffee Shops nur noch auf, um sich den "Stoff" zu besorgen und dann an einem anderem Ort zu konsumieren.
Abschließend läßt sich sagen, daß Amsterdam in der heutigen Zeit nicht mehr das Paradies für Kiffer und andere drogenabhängige Menschen ist, wie es in früherer Zeit einmal der Fall war, daß Amsterdam jedoch immer noch eine Stadt ist, in der es überdurchschnittliche viele Drogenabhängige und somit auch relativ viel Beschaffungskriminalität gibt.